Die Thüringer Omnibusunternehmen wollen ihre Angebote im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für die Kunden stetig verbessern und ausbauen. Nur damit können die großen Ziele der Nachhaltigkeit, Klima- und Mobilitätswende erreicht und moderne Tarifangebote wie das Deutschland-Ticket genutzt werden.
Dazu gehören Leistungsangebot, Qualität und Sichtbarkeit der Buslinien. Für deren Bestellung sind die Aufgabenträger zuständig, in der Regel sind das die Landkreise.
Fahrgäste und potenzielle Neukunden können sofort erkennen, dass die Busse auf diesen Linien ein verbessertes Angebot besitzen und damit Qualität garantieren.
Zuerst steht die Planung von Linien, Haltestellen und Taktzeiten. Dafür sind die Fachplaner der Verkehrsunternehmen oder von spezialisierten Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Aufgabenträger zuständig. Für Haltestellen sorgen die anliegenden Gemeinden und Straßenbaulasträger. Übergeordnete Ziele, wie z. B. der Integrierte Taktfahrplan Thüringen sollten beachtet werden.
Im zweiten Schritt wird die Häufigkeit der Linienbedienung bestimmt. Das ist das dauerhafte Ringen um die Bedienungshäufigkeit. Das Angebot und die Nachfrage bedingen sich gegenseitig. Immer wieder ändert sich die Nachfrage, weil sich Fahrtziele und Menschen ändern können. Oder es wird stärker nachgefragt, weil z. B. attraktive Tarifangebote wie das Deutschlandticket die Nachfrage fördert. Die Landkreise als Aufgabenträger des regionalen Busverkehrs finanzieren die Angebote im Rahmen von Dienstleistungsaufträgen oder allgemeinen Vorschriften. Basis ist immer der demokratisch in den Kreistagen verabschiedete Nahverkehrsplan.
In Thüringen spielt auch die Landesregierung eine erhebliche Rolle. Über eine Förderrichtlinie gibt der Freistaat gezielt und sachbezogen Geld in den regionalen Bus-ÖPNV. Das ist nur recht und billig, die Bahnlinien finanziert der Freistaat ja auch. Besonders wichtig ist die Sonderförderung der "landesbedeutsamen Buslinien". Damit werden vertaktete, wichtige Orte verknüpfende Linien, die Teil eines Landes-ÖPNV-Netzes sind, verstärkt gefördert.
Ist eine Qualitäts-Buslinie entsprechend geplant, finanziert, genehmigt und organisiert, dann greift das Marketing. Erst als letzter Schritt kommt die Zertifizierung nach den Kriterien TaktBus oder Plusbus. Damit wird ein Qualitätszertifikat von einer unabhängigen Stelle verliehen und die gemeinsamen Bemühungen vieler Beteiligter auch nach außen sichtbar gemacht.
Nun kann geworben werden, damit Sie als Kunde wissen:
Wo TaktBus oder PlusBus drauf steht können Sie mindestens 2-Stunden- oder mindestens Stundentakt erwarten.
PlusBusse und TaktBusse sind wesentliche Bausteine, um Bahn und Bus optimal zu vernetzen, verlässliche Angebote im öffentlichen Verkehr als Alternative zum Auto zu schaffen und die Nutzerzahlen im ÖPNV zu erhöhen.
PlusBus steht für eine relativ hohe Angebotsqualität im Regionalverkehr mit mindestens stündlich verkehrenden Linien, klarem Linienweg, strengen Takten und garantierten Anschlüssen an weiterführende Bus- oder Bahnlinien. Auch am Wochenende gibt es ein verlässlisches Angebot.
TaktBus steht für Taktverkehre mit mindestens zweistündiger Bedienung werktags und weiteren Angeboten am Wochenende. Ebenso wie der PlusBus werden Anschlüsse zu weiterführenden Linien geschaffen.
In unserem Flyer finden Sie die Kritierien für PlusBus und TaktBus im Überblick und zum Vergleich.
Bus & Bahn Thüringen e. V. verfolgt seit einigen Jahren gezielt die Zertifizierung von Buslinien. Wir möchten das Gute, was geschaffen wurde, aus der Masse des "normalen" Busverkehrs herausheben. Im Grunde ist es ganz einfach. Man braucht nur einen guten Busfahrplan...
Alle Interessenten können sich einen Überblick über das bisher Erreichte in unseren PlusBus-Broschüren verschaffen. Sie finden darin ausführliche und ganz konkrete Handlungsempfehlungen, auch zu Bewerbung und Fahrgastinformation.
Das Konzept PlusBus/TaktBus ist bereits seit einigen Jahren in anderen Regionen Deutschlands eingeführt und etabliert. Informationen dazu finden Sie hier: